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Ungarn-Hilfslieferungen

Die uneigennützigen Hilfsaktionen des Herrn Strahl
Die Texte der folgenden Seiten erhielten wir freundlicherweise von Herrn Josef Stahl


Die Hilfsorganisation "Deutsche helfen Ungarn"


Kontakt
zur Hilfsorganisation "Deutsche helfen Ungarn"


Wer wir sind???

Liebe Freunde und Spender.

Hilfe für Hilfsbedürftige ist in der ehemaligen Batschka in Südungarn und in Nordserbien im Gebiet der ehemaligen Schwabenheimat aktiv.
Wir besuchen Geistig-Behinderten-Heime, Sozialheime, Grundschulen und deutsche Minderheitenselbstverwaltungen entlang der ungarisch-serbischen Grenze.

Das Behindertenheim Katymar mit 80 Menschen liegt wenige Meter von der Grenze und war ehemals Unterkunft von Grenzsoldaten, etwa 4 km außerhalb jeder Ortschaft.
Wir liefern Pflegebetten und sonstige Ausrüstungen. Arbeiten mit dem Verband der Deutschen in Serbien zusammen. Der Vorsitzende Rudolf Weiss war auf Grund unserer Einladung mehrfach unser Gast in Baja und auch in Pleckhausen.

Wir unterstützen Dorfschulen mit Schulmöbel, Lerncomputern und haben sechs deutsche Büchereien geliefert.

Wir fördern den Schüleraustausch zwischen jugendlichen Ungarn und Serben, dafür haben wir ein Feriendorf etwa 40 km nördlich von Baja mit umfangreichem Mobiliar beliefert. 

Wir unterstützen Behinderte-Ferienparties, liefern Kleidung für Babies, Kinder, Jugend, und Erwachsene, sowie Berufskleidung für Pflegepersonal.
Als ich noch berufstätig war, konnten wir uns natürlich nur finanziell an der Hilfe für Hilfsbedürftige beteiligen. Natürlich war es mir als Schwabe ein Bedürfnis, nur Organisationen zu unterstützen, welche mit den anvertrauten Spenden auch sorgfältig umgingen.

So hatte und habe ich schon mehr als 25 Jahre einen sehr guten Kontakt zu der Andheri-Hilfe in Bonn, welche an Verwaltungskosten schon seit Jahren nicht mehr als  4 bis 6 % pro Jahr verbraucht.

Vor wenigen Monaten konnte die einmillionste Augenoperation gefeiert werden. Die Gründerin und Ehrenvorsitzende, Frau Rosi Gollmann, ist heute sehr oft Gast in unserem Hause.
In unserer Region wurde Anfang der 90er Jahre von privaten Menschen, stark für Siebenbürgen gesammelt. Ich beteiligte mich natürlich auch und stellte innerhalb kurzer Zeit einen ganzen LKW voll Kleidung und andere Textilienfür ein Waisenhaus zusammen.

Leider hatten die Initiatoren zwar den Wunsch zu helfen, aber vor Ort keine Anlaufstellen, so dass die Spenden nicht eingelagert und erst nach Bedarf an Hilfsbedürftige ausgegeben werden konnten. Ohne ein Zwischenlager vor Ort und vertrauenswürdigen Menschen kann eine Spendenverteilung nicht funktionieren. Deshalb entschloss ich mich die Spendenverteilung von Grund auf zu organisieren.

Kindheitserinnerungen sitzen bekanntlich tief. So erinnerte ich mich, dass ich in Ermangelung von Strümpfen einige Jahre (1946-1949) sogenannte Fußlappen tragen musste. Im Winter 1946/1947 hatte ich keine Hose mehr. Mit einem sogenannten „Berechtigungsschein“ des Örtlichen Pfarramtes durfte ich mich 5 ½ Stunden in eine Menschenschlange anstellen, bis ich die Kleiderkammer der Caritas in der ersten Etage erreicht hatte. Nach kurzer Musterung durch die Schwester, reichte diese mir eine abgewetzte grüne Kordhose, im Kniebereich ohne (CORD).

So machten wir uns 1996 auf und reisten in die ehemalige Südbatschka. Ich sorgte vor Ort für die Anlaufstellen, wie Malteser, ROTES KREUZ, Kirchengemeinden, deutsche Minderheiten-Selbstverwaltungen usw.

Die südlichste Region von Ungarn, unmittelbar an der Jugoslawischen Grenze gelegen, war früher die Kornkammer des Balkans. Hier waren die sogenannten DONAUSCHWABEN zu Hause.
Deutschland wusste während des zweiten Weltkrieges sehr genau wo die Schwaben lebten!!! Zwischen 1941 und 1944 während der Bombenangriffe, waren aus Dortmund, Gelsenkirchen, Hamburg, usw. laufend die kompletten Schulklassen mit den Lehrern bei den Schwaben für jeweils 6 bis 12 Monate zu Gast. Für die Kinder war der Aufenthalt bei den Pflegeeltern ein Paradies. In Dortmund lernte ich 1954 ehemalige Schüler  und aus Hamburg 1992 eine ehemalige Schülerin kennen, welche noch heute von der wundervollen Zeit bei den Pflegeeltern schwärmten.

Russen und Tito Partisanen besetzten die Batschka Ende Oktober 1944. Die Donau bildete mehrere Monate eine schwerst umkämpfte Front. Im Bereich Bezdan, Apatin, Osijek Karavukova starben mehr als 10.000 (zehntausend) Soldaten. Die südliche Batschka im Norden Sombor und im Süden Neusatz (Novi Sad) wurde wieder jugoslawisch.
Die Schwabengemeinden Gakovo und Krusibl erhielten einen Sonderstatus. Im Süden bei TITO, wurden die Vernichtungslager ab dem 25. November 1944 errichtet.
Gakowo war die Endstation der Kinder und nicht Arbeitsfähigen. Die Menschen verhungerten zu Tausenden. Die Stadtverwaltung SUBOTICA hat eine Gedenkstätte errichtet, wo auf dem Gelände etwa eintausend Menschen, Serben, Ungarn, Schwaben und andere Nationalitäten bestialisch ermordet wurden.

Erschossen werden, war eine Gnade. Unser Freund Rudolf Weiss den wir des öfteren in Pleckhausen und Baja zu Gast hatte, durfte mit der Stadtverwaltung im vergangenen Jahr die Gedenkrede halten. Erfreulicherweise beginnt auch das Nachdenken in den Kreisen der Verantwortungsträger. Sombor hat das Gelände mit den Massengräber dem Kreis einverleibt und vor wenigen Monaten einen Zaun gezogen. In unserer letzten Besprechung baten die Verantwortlichen ein Buch zu übersetzen damit alle Verantwortungsträger die Wahrheit endlich kennen lernen.

Ich selbst war vom ersten Tag in beiden der berüchtigten Todeslager, rettete meine Mutter vor der Vergewaltigung durch betrunkene Russen.  Im November 1945 suchten mehrere Partisanen  Haus und Grundstück einen vollen Tag nach versteckten Wertgegenständen. Den Ärger musste ich auf dem Boden des Hauses erdulden, allerdings wäre ich eher gestorben als die Verstecke preiszugeben. Es kam für 18.000 Schwaben in Gakovo und etwa 7000 im Außenlager Krusiwl der Hunger, Thypus, Fleckthypus.
Bis zur Auflösung des Lagers im Januar 1948 verhungerten und wurden mehr als 12.000 Kinder und alte Menschen ermordet (siehe die zwei Bilder der Massengräber).

Von sieben Personen meiner Großtante überlebten zwei.
Uns gelang die Flucht 1946 nach Ungarn. Weniger Glück hatte unser Führer aus Stanisitz und eine befreundete Familie Pechloch. Der Führer wurde unmittelbar an der Grenze erschossen, Herr Pechloch (44) und die Tochter (16)  wurden im "Qualkeller" mehrere Tage so hart geschlagen. Eines morgens hingen beide an der Kellertür.
Nach zwei Wochen sollte den Partisanen erlaubt werden, in Südungarn bei den „Genossen“ die geflüchteten Schwaben wieder einzufangen.
Bei grimmiger Kälte tasteten wir uns nördlich der gesprengten Brücke von Baja über die zugefrorene Donau. Ich lernte betteln, um zu überleben. Ohne auch nur eine Decke zogen wir durch Ungarn in Richtung Steiermark. Die Schwaben in Ungarn wurden zwar humaner behandelt, mussten bis 1948 ihre Häuser und damit die Heimat auch verlassen und wurden in Viehwagens nach Deutschland ausgesiedelt. Es kam die Kommunistische Herrschaft.

Sehr viele Schwaben, hauptsächlich Frauen, von 18 bis 35 und Männer von 18 bis 45 wurden schon ab dem 26. Dezember 1944 als sogenannte Zivilverschleppte nach der UdSSR zu dem Aufbau in Viehwagons abtransportiert. Aus einem Transport von Gara kamen von 480 lediglich 180 zurück. Heute erhalten diese Menschen nach einem langen von Entbehrung gezeichneten Leben etwa 25 bis 30.000 Forint an Rente.
Das sind nach unserem Geld ca. 110 bis 140 EUR.
Durch meinen schwäbischen Freund, Präsident des Roten Kreuzes Sektion Baja, ehemaliger Chefarzt und leitender Amtsarzt, stellten wir die Listen der Behindertenheime zusammen, besuchen seit 1996 mindestens 1 bis 2 mal jedes Jahr die 12 Heime. Nach Begehung und den Besprechungen werden die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen ermittelt.

Mit Hilfe von Mathias Schindler, einem schwäbischen katholischen Priester, wurden die Dörfer ermittelt, wo noch Schwaben in größerer Anzahl beheimatet sind. Es musste ein eigenständiges Zwischenlager geschaffen werden, wo nach der Einlagerung der Spenden, diese erst nach Bedarf an die einzelnen Heime verteilt werden können.
Im Süden entlang der serbischen Grenze gibt es keine Industrie. Drei Nähereien in Gara und Baja mit etwa 500 Arbeitsplätze mussten im vergangenen Jahr schliessen, weil durch Anhebung der Löhne die Lohnkosten im Vergleich zu China und Taiwan für den Deutschen Textilhandel zu teuer wurden. Wir alle wissen, dass mit der Landwirtschaft auch bei uns der Anschluss nicht zu schaffen ist.

Die Arbeitslosigkeit ist entsprechend hoch. Die amtlichen Aussagen geben eine Arbeitslosigkeit für Ungarn mit 5,7% an. Diese Zahl ist einwandfrei manipuliert. In Ungarn fallen alle Arbeitslose welche mehr als 6 Monate ohne Beschäftigung sind, aus der amtlichen Statistik.

Die kleinen Dörfer sterben langsam aus, zumal die Jugend keine Zukunft in der Grenzregion sieht. In den letzten vier Jahren habe ich zahllose Sozialstationen und Altenheime besucht. Jedes der  Heime wurde nach Belegung erfasst, und nach der Dringlichkeit werden die Spenden verteilt.

In einem Transport, im März / April 2001 hatte ich allein 1200 Garnituren neue Biber- Bettwäsche und 1300 Spannbettücher aus der Türkei importiert.
Die Menschen werden durch ihre Schwestern sehr gut betreut, aber die Räumlichkeiten, die Unterbringung ist mit unserem Standart jedoch nicht zu vergleichen.
Überwiegend sind es die ehemaligen Bauernhäuser, wo aus zwei Zimmern ein größerer Durchbruch geschaffen, und so leben jetzt sehr oft 7 bis 8 Menschen auf engstem Raum auf niedrigen einfachen Liegen, mit einem Zwischenraum von etwa 50 cm.
In der BRD sprechen Weltverbesserer gerne bei den Asylanten wenn diese in Baracken einziehen sollen von MENSCHENUNWÜRDIGEN ZUSTÄNDEN: Hier aber geht Menschen welche ein hartes Leben in Unfreiheit hinter sich gebracht haben, jede Intimsphäre verloren.
Deshalb habe ich mir zum Ziel gesetzt, wenigstens sollten die Pflegebedürftigen das passende Bett erhalten.
Es konnten bis heute mehr als

  1. 600 Stück Pflegebetten in elf Sozialheimen,
  2. 650 Nachtschränkchen - Servicetische
  3. Etwa EINTAUSEND Stück Matratzen
  4. Etwa 120 Stück Rollstühle
  5. Etwa 100 Polstergarnituren für Freizeiträume in Heimen,
  6. sechs deutsche Büchereien mit den notwendigen Regalen in Gemeinden wie in Bildern zu sehen, Bertelsmann, Hardenberg und auch der Springer –Verlag beteiligte sich 1997 an der Hilfsaktion.
  7. Komplette Möbelausstattung zweier kleiner Geistig- Behindertenheime,
  8. Ausstattung einer Ferienanlage mit 32 Betten, Matratzen für Schüleraustausch, + Wäsche.
  9. Mehr als 30 Stück Lerncomputer für deutsches Bildungszentrum und Grundschule Gara,
  10. Kleidung für „VEDÖNÖ“ Kinderfürsorge Kreis Baja und 34 Landgemeinden.
  11. Krankenhaus und Ambulanzbedarf in Serbien Gakovo und Sombor,
  12. In mehr als 20 Lastzüge je ca. 91 m³ Bananenkartons mit gut sortierter teilweiser neuer Kleidung von namhaften deutschen Textilfirmen.
  13. 245 Stühle für Grundschulen, in Bildern zu sehen.
  14. Ca. 150 Schulbänke
  15. 12 Schultafeln
  16. 44 Stück Pohlschroeder Schreibtische
  17. Ca. 2500 Schreibblöcke und Schulhefte, Malkreide + etwa 850 Stück Kinderuhren + Taschenrechner und Buntstifte und mehrere Tausend Plüschtiere.
    Für Behindertenferienparties und Kindergärten
  18. Mehr als 150 Kartons Lollys und Süßigkeiten.
  19. Mehr als 2500 neue gestrickten Wolldecken für Alten- und Sozialheime.
    All das Gesagte und Gezeigte ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir haben viele Überlebende Schwaben in Serbien gefunden, welche als Zwangsverschleppte in Russland und fünfzig Jahre in Unterdrückung leben mussten. Die Rente ist nicht einmal erwähnenswert, teilweise sind unsere alten Landsleute gezwungen, sich Nahrungsmittelhilfe beim Roten Kreuz in Sombor zu erbitten.

    Wir haben Kontakte mit der Leitung der Kreisstadt Sombor geknüpft und unterstützen das Krankenhaus und das Rote Kreuz in Sombor.
    Wir haben bis heute mehr als 2.000 m³ Hilfsgüter verteilen können. Zur Zeit haben wir ein sehr schönes Zwischenlager von etwa 500 m² in einer ehemaligen Textilfabrik mitten in der Kreisstadt Baja. Von der Verwaltung wird versucht dasselbe zu verkaufen. Deshalb führten wir ab Oktober 2002 mehrere Besprechungen mit dem ersten Bürgermeister Peter Szell um ein passendes Zwischenlager der Stadt.
    In den letzten 12 Monate konnten wir einen neuen Rekord aufstellen. Wir konnten zusammen etwa 360 m³ Hilfsgüter für Hilfsbedürftige bereitstellen und verteilen.
    Details erhalten Sie über unsere laufenden Berichte.
    Nochmals herzliche Grüße -

    Ihr Josef Strahl