Reisen in ungarische Thermalbäder

 

 

Thermalbad in Hévíz - Nähe Balaton

Thermalquellbad Hévíz am Balaton Ungarn

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Thermalquellbad Hévíz am Balaton in Ungarn
Das Foto wurde uns freundlicherweise vom
http://www.balaton-immobilien.org zur Verfügung gestellt.


Ungarn ist das an thermalquellbäderreichste Land Europas. Allein in Budapest finden Sie die folgenden Thermalbäder: Csepel, Csillaghegy, Dagály, Dandár, Gellért, Király, Lukács, Palatinus, Paskál, Pesterzsébet, Pünkösdfürdő, Rudas, Római, Széchenyi und Újpest.

Sie besitzen für unsere Vorstellungen teils gewaltige Dimensionen und stammen zum großen Teil noch aus der Zeit der Besetzung Ungarns durch die Römer. Für Touristen bewegen sich die Eintrittspreise auch noch in interessanten Kategorien. Für manchen Budapester ist aber der früher regelmäßige Besuch einer Therme zu den Seltenheiten geworden, weil er die Eintrittspreise nicht mehr verkraften kann.

Verständlich, dass sich die Preise in der Nähe zur österreichischen Grenze dem dortigen Preisniveau anzupassen versuchen. Besonders interessant scheinen uns deshalb die im ganzen Lande verstreuten Bäder zu sein, weil dort die Eintrittspreise noch anziehend sind. Häufig sind es die abseits liegenden Bäder, die reizvolle Aspekte haben. Sehr vorteilhaft hat sich z. B. Igal, etwa 40 km abseits des Südbalatonufers entwickelt. Alles noch etwas einfacher, uriger, aber auch zugleich ruhiger und gelassener - und das bei hervorragender Qualität des Thermalwassers.

 

Thermalquellbad Hévíz am Balaton Ungarn
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Thermalquellbad Hévíz am Balaton, Liegewiese
Foto: Eigen

Die Thermen von Budapest
Gellérthotel mit Gellértbad in Budapest
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Gellérthotel mit Gellértbad in Budapest
Foto: Vörösváry és Társa BT/Ungarn



Das Karpatenbecken ruht auf einem riesigen unterirdischen Thermalsee. Allerdings ist er durchaus nicht zusammenhängend. Hier rauschen keine Wellen am Strand, denn das Wasser befindet sich in unzähligen Steinhöhlen, und das in einer Tiefe von durchschnittlich tausend Metern. Die hohe Temperatur entsteht durch die relative Nähe zur heißen Erdmitte. Die Hitze wiederum verursacht einen enormen Druck, der die Quellen an die Oberfläche treibt (etwa diejenige, die das Gellért-Bad speist). Andere Wasser speichernde Höhlen mussten angebohrt werden (z.B. fürs Széchenyi-Bad). Die verschiedenen, für Mensch und Tier heilende, Mineralien nimmt das Wasser bei seiner Wanderung durch die verschiedenen Steinschichten auf. Nachschub kommt durchs Regen und durch unterirdische Flüsse.
Besonders viele Quellen sprudeln in der ungarischen Hauptstadt, denn hier verläuft in der Tiefe ein Bruch in der Erdkruste, wodurch das heiße Wasser leicht den Weg nach oben findet.

 

Diese Verwerfung zieht sich ein wenig in Zickzack an der Budaer Seite der Donau entlang, unter der Margarethen-Insel und weiter nach Norden. Dabei fließen mehrere Quellen direkt in den Fluss, wodurch es an kalten Wintertagen gespenstisch dampft. Die etwa 120 Budapester Quellen und Brunnen spenden zusammen täglich gut 70 Millionen Wasser und speisen damit 17 Thermalbäder mit verschiedenen heilsamen Wirkungen des Wassers. Drei von ihnen haben medizinische Abteilungen mit Tageskliniken und Trinkhallen. Dies ist das reichste Thermal-Mineral-Vorkommen Europas - und Budapest der größte Kurort der Welt.


von Peter Meleghy

 

Mehr über die Budapester Thermalbäder lesen Sie auf der Seite: http://www.ungarnaktuell.de/thermalbaeder.htm