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Ungarn-Hilfslieferungen

Josef Strahl organisiert auf privater Basis mit Hilfe vieler Firmenspenden jährlich Hilfssendungen nach Ungarn.
Die Texte der folgenden Seiten erhielten wir freundlicherweise von Herrn Josef Stahl


Ungarnhilfe - die uneigennützige Hilfsaktion von Herrn Josef Strahl
Das Denkmal in Gakovo Beladung in Pleckhausen
Die Feinsortierung Frau Dr. Matrai bei Nettitex
Entladung bei Nettitex Neue Heimbewohner freuen sich
 

Mahnmal Gakovo April 2005


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Spender und Freunde.

Wie von uns angekündigt, wurden am 15. April zwei Lastzüge in Pleckhausen beladen und auf die Reise in unser Zwischenlager nach Baja geschickt. Am Montag den 18. April standen unsere vielen Helfer aus mehreren Gemeinden, Sozial-, und Behinderten- heimen bereit, um den Inhalt in die Halle zu lagern.
Mit Hilfe der deutschen Minderheitenselbstverwaltung wurde in den nächsten zwei Tagen die Feinsortierung vorgenommen.

In den nächsten 10 Tagen besuchten wir die 12 Sozialheime, GBH - Alten- tagesstätten, Minderheiten-Selbstverwaltungen, und besuchten den Lagerfriedhof mit Gedenkkreuz in Gakovo (Serbien) für die von November 1944 bis Januar 1948 ermordeten und verstorbenen Kinder und arbeitsunfähigen Schwaben.

Wir waren Gäste der neuen Bewohner, der Ambulanzen, Schulverwaltungen und Gemeinden. Ein Altenheim in Katymár bedurfte schnellstmöglich unserer Hilfe. Wie aus mehreren Bildern (die hier leider noch nicht zur Verfügung stehen) ersichtlich sind, sind die Menschen in allen sieben Zimmern zu je 4-er Betten in Räumen von etwa 12 m² untergebracht. Die Liegen sind so tief, dass es den alten Menschen sehr schwer fällt, sich zu erheben. Wir konnten aus unserem Bestand sofort sehr gute Pflegebetten, Matratzen, Bettwäsche bereitstellen.
Auch die Wünsche des Bürgermeisters für die Hilfsbedürftigen in der Gemeinde, konnten erfüllt werden.

 

Die Altentagesstätte in Cátalja bedurfte auch unserer Hilfe.
Wir stellten Polstergarnituren mit 10 Sitzplätzen und 8 gepolsterte Sessel, Tagesdecken und entsprechendes Eßbestecke sowie Haushaltware zur Verfügung. Die sehr rührige Gemeindeverwaltung und unsere Elisabeth und Anton Kubatov sorgten dafür, dass die hilfsbedürftigen Menschen im Kulturhaus der Gemeinde sich mit den vorhandenen Spenden  eindecken konnten.

Es ist für unsere Helfer selbstverständlich, dass die Empfänger diese Spenden auf den Listen unterschreiben und wir diese schnellstmöglich erhalten. In vorbildlicher Weise funktionierte die Zusammenarbeit der Vorgenannten für die Gemeinden diesseits und auch jenseits der serbisch-ungarischen Grenze, zwischen folgenden Gemeinden:

1) Teleschka, Serbien
2) Bezdan, Serbien
3) Herzögszánto, Grenze zu Ungarn
4) Davod
5) Dunafalva
6) Nagybarcska.
7) Deutsche Minderheitenselbstverwaltung für Gara und Juritsch.

Einen "Hilferuf" erhielten wir aus der Gemeinde "Z I R C" von der ungarn- deutschen Minderheitenselbstverwaltung und dem Chefarzt des Krankenhauses mit der Altenkrankenhausabteilung. In der Anlage (siehe: rechts!) sehen sie unsere Reaktion. Neben sehr guten Pflegebetten und 40 Matratzen konnten wir sehr viele Bestecke und Bettwäsche bereitstellen.

Dr. Horváth Sándor erbat bis Anfang 2006 noch etwa 50 Stück Pflegebetten
und Servicetische. Wir haben Kontakte aufgenommen und haben inzwischen Teilzusagen der Töchter des hl. Kamillus aus Luzern erhalten. 

Wir konnten dem Krankenhaus auch ein neuwertiges Lungenfunktionsgerät mit etwa 300 Funktionsrohren aus der Sachspende des DEUTSCHEN ROTEN KREUZES Altenkirchen übergeben. An das Krankenhaus, die Ambulanz in Gakovo, Frau Dr. Mátrai wurden mehr als 5.000 Einwegspritzen übergeben.

Durch die gute Zusammenarbeit mit der Tschernobylhilfe war es uns möglich, etwa 66 bis 70.000 Päckchen verschiedenen Gemüses / Salaten / Küchenkräutern / Blumensamen zu erwerben. Diese wurden größtenteils familiengerecht verpackt und in die dazu passenden Sozialheime, DMSV. + Gemeinden, für Familien verteilt.

Wir konnten dem Hilfsverein Moldavien (Bad Honnef-Linz) mehrere Tausend Päckchen Gemüsesamen und Lollys übergeben.

Unsere 11  Kindergarten in den Gemeinden konnten wir mit Bleistifte und etwa 6.000 Lollys versorgen.

Die Védönö (Kinderfürsorge) für den Kreis Baja mit 34 angeschlossenen  Landgemeinden wurden mit mehreren Kinderbetten und mehr als 25 Kinderwagen sowie sehr viel neuer Garderobe versorgt. Das Lager der Vedönö wird von uns bei Bedarf laufend aus dem Basislager neu aufgefüllt, so dass die Mitarbeiter die Hilfsbedürftigen jederzeit mit dem Nötigen versorgen können. 

 

Vom 18. April 2005 bis zum 18. Mai 2005 konnten wir mehr als 2.000 Kartons zuordnen und verteilen. Die Kosten für diesen Transport einschließlich der verschiedener Transporte, Leihwagen, Dolmetscher, Hotel und Flugkosten, Zukäufe an neuen Textilien, Schulbedarf, belaufen sich auf mehr als 13.000,00 EUR.

 

Wir haben intensiv versucht, Menschen und Organisationen zu finden, welche unsere Arbeit weiterführen würden - leider vergebens! Hilfswillige Initiatoren, ob für Kroatien, Rumänien oder Weißrußland, geben nach wenigen Jahren wegen bürokratischen Hemmnissen, vieler Arbeit, fehlender Unterstützung in unserem Lande auf!

 

Auch wir vermissen in unserer "erlebnishungrigen Spaßgesellschaft" die Bereitschaft, für Hilfsbedürftige auch nur 2 - 3 Stunden in einem Jahr Hilfe zu leisten!

Als ich im Februar 1946 nach der geglückten Flucht aus einem Vernichtungslager nach Südungarn weiter musste, tasteten wir uns über die zugefrorene Donau. Ich bettelte in den Dörfern um ein Stückchen Brot, um zu überleben. In Graz auf dem zugigen Bahnsteig, in Wien an der Flüchtlingsbaracke am Westbahnhof, in den vielen Barackenlagern standen Frauen mit weißem Kittel und Rot-Kreuz-Häubchen. Ob in Hof/Saale und überall gab es Menschen, welche die Hilfsbedürftigen unterstützten. Die erste Frage in einer Gymnasiumsklasse von heute lautet dagegen: Was zahlt den der Mann pro Stunde!

 

Es muss eine Umzugsfirma in Dortmund angesprochen werden, muss die neue Arbeit in Altenkirchen angefordert werden, damit ein Lastzug in 2 bis 3 Stunden beladen werden kann. Ich werde um Verständnis gebeten, da in den Vereinen doch sehr viel Arbeit anfällt!!

Nach 10 Jahren Arbeit, der Lieferung von mehr als 700 Stück Pflegebetten bis nach Bangladesh, mehr als 800 Servicetischen, mehr als 1000 Matratzen, Rollstühlen, mehreren Tausend Garnituren Bettwäsche, 30.000 Dosen Kalbsleberwurst, mehreren Tausend handgestrickten neuen Decken und unzähliger - teilweise neuer - sortierter und verpackter Kleidung, können wir die vielen damit verbundenen Arbeiten und Kosten nicht mehr bewältigen.

 

Deshalb werden wir die Hilfsmaßnahmen Ende dieses Jahres auslaufen lassen! Wir werden unseren Freunden über den Abschluss und letzten Transport berichten.

 

Mit bestem Dank für Ihre langjährige Hilfe und Treue,
verbleibe ich mit besten Grüßen, ihr


Jo. Strahl.

Hilfe für Hilfsbedürftige
Josef Strahl
D.-56593 Pleckhausen
Tel.:+49 (0) 26 87 / 92 95 70
Fax:+49 (0) 26 87 / 92 95 71