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Abendröte:

Autor Klara Burghardt, Preis: EUR 16,90; ISBN-Nr: 978-3-85251-930-2, Seiten: 98

 

Klara Burghardt und ihre Gedichte
 
 

Salack
Die untertauchenden Strahlen
der blutenden Sonne
färben den Kirchenturm.
Meine Augen begleiten
die schlängelnden Täler,
Hügel, giftgrüne Wälder,
mit wellenden Wiesen.
Dunkelbraune Streifen,
die fettigen Ackerfelder,
Häuschen der Fischer
an tiefkalten Teichen.
Dort schwimmt ein Schwan.
Faul liegt hier das Kätzchen
am Dächlein, oben,
im letzten Sonnenstrahl.
Kühe taumeln auf der Straße.
Auf dem Kellerberg, drüben,
Pferde, -schweigend stehen.
Vom Weiten klingt die Glocke.
Ein Hündchen bellt unten,
der Nachbarshund darauf.
Mein kleines Dörflein,
Mein geliebtes Zuhaus'.

Foto: HH / Klara Burghardt   03.2009

 

 

Georg Krausz aus Mohács schreibt über Klara Burghardt:

Als Klara Burghardt, damals junge Schülerin in der Salacker Grundschule vor mir saß, ließen ihre Äußerungen in den Literaturstunden schon vermuten, dass sich eines Tages der Poesie zuwenden würde.

Die größte Überraschung war aber, dass sie nicht Ungarisch, sondern Deutsch zu dichten begann. Es vergingen viele Jahre, bis nach der Entwicklung ihres Identitätsbewusstseins ihre Seele sich öffnete und mit klingenden deutschen Worten ihre Gedanken und Gefühle in Reime fasste.
Es platzte aus ihr heraus, was wer weiß wie lange in ihr heranreifte.

Die Puppe belebte sich nach der Häutung. Wer kennt die Probleme seiner Ethnie besser, als sie, die vom Schicksal gebeutelt und mitgenommen wurde, die mit flatternder Freude das Glück von ihm empfang und die sich mit der Natur eins fühlt?

Sie hatte ihre Quellen. Die belebende Kraft und die Ehre der Ahnen, die ausgeprägte, traditionsbewusste Sitten sind in ihren Zeilen ständig vorhanden. Ihre Sprache ist schlicht und einfach. Ihre Gedankengänge, ihre kristallklare Logik sind leicht nachzuempfinden.

Das Emporschlagen ihrer starken Gefühle hält ihre Weiblichkeit im Flussbett.
Ihre disziplinierten Gedanken widerspiegeln das Schicksal ihres Lebens.
Durch die Rahmen der etwas sachlicher Art der deutschen Sprache kommt ihre Sensibilität so transparent durch, dass man sicher sein kann, dass Klara Burghardts Lieblichkeit und Güte ihre Wurzeln sind. Einfache Fälle einfacher Menschen, mit einfachen Worten zu beschreiben, das charakterisiert ihre Lyrik.
Ihre Natürlichkeit nährt sich aus ihren tiefen deutschen Wurzeln. Man muss sie mit Freude begrüßen, in der Reihe der Ungarndeutschen, die in der Sprache ihrer Ahnen Gedichte schreiben. Im Zeichen dieser Gedanken empfehle ich Klara Burghardts Gedichte der Aufmerksamkeit des lieben Lesers.

Mohács, Frühling 2007

     
 

Deutsche Traditionen in ihrem Wohnort
in Szalatnak in Südungarn
Frau Burghardt leitete diese Tanzgruppe.
Die deutsche Tanzgruppe in Szalatnak    
Klara Burghardt:

Konzert in der Basilika
an Georg Krausz und dem Majscher Chor

In andächtiger Stille
erklingt die Melodie.
Die Augen zucken.
Berührung, Tränen.

Sopran und Alt.
Die Engelstimmen
schweben, fliegen,
widerschallen
an den alten Wänden.

Dann streicheln sie
die grauen Haare
des geliebten
Dirigenten.

Pécs/Fünfkirchen

  Klara Burghardt:

Herbstwald

Halbnackte Zweige
mit brausendem Wind
umarmen einander.

Es tanzen, es schwingen
vor Liebe ganz blind
die bunt-braunen Tänzer.
Ein fröhliches Rendezvous!

Dann küssen die Blätter
den Boden der Wälder.

Farborgie der Natur!

 

 

 

Die Gedichte und Fotos hat uns Klara Burghardt mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt. Das Buch können Sie über unseren Shop direkt hier kaufen.